Seit einigen Jahren versuchen sich mehrere Hersteller daran, den Brillenhandel im Internet zu revolutionieren. Jahrelang wurde das Geschäft mit den Sehhilfen von stationären Optikern in den Einkaufsmeilen unserer Republik dominiert – und das mit üppigen Margen. Diese Margen sind es nun, auf die es reine Online-Händler abgesehen haben. Neben einer Vielzahl kleinerer Einzelunternehmen stechen vor allem die beiden Schwergewichte brille24 und misterspex.de heraus, die auch schon mal traditionelle Offlinemarketingkanäle wie das TV mit ihren Botschaften bedienen. Was aber macht das Brillengeschäft über das Internet so interessant? Im Folgenden sollen hier einige Anworten gegeben werden:

  • Tipps für den Kauf einer Sonnenbrille

    Sonnenbrille (Albie Girl / flickr.com)

    Im Gegensatz zu Ladenlokalen ist das Lager nicht begrenzt. Ein cleverer Onlinehändler kann ein nahezu unbegrenzt großes Lager aufbauen, da er die Ware nur an einer einzigen Stelle vorhalten muss. Statt 500 oder 1000 verschiedenen Brillen und Marken kann er wirklich alle Marken, Typen und Farben vorrätig halten und damit jeden noch so speziellen Kundenwunsch erfüllen. Es handelt sich hierbei um ein Prinzip, dass bereits Amazon geholfen hat, den Buchhandel zu revolutionieren. Der Kunde ist mit mehr Auswahl auch immer zufriedener.

  • Aufgrund der entfallenden Mieten für Ladenlokale und bester Innenstadtlage, haben die Online-Player einen massiven Preisvorteil gegenüber ihrer Konkurrenz aus der Old Economy. Vieles davon wird direkt an den Endkunden weitergegeben, so dass dieser einen deutlich geringeren Endpreis zahlt, wenn er direkt im Internet bestellt. Im Vergleich zur unverbindlichen Preisempfehlung des Herstellers sind häufig bis zu 60 Prozent Rabatt möglich. Dies ist für viele Kunden ein schlagkräftiges Argument.
  • Wer online kauft, kann auch immer die gesetzlich vorgeschriebenen Garantien ausnutzen. Im Distanzhandel ist ein Rückgaberecht innerhalb von 14 Tagen vorgesehen. Daher kann der Kunde seine Brille erst einmal in den eigenen vier Wänden tragen, bevor er sich verbindlich für ein Modell entscheidet. Dies ist ein nicht zu unterschätzender Vorteil, denn viele fühlen sich in den Verkaufsräumen zu sehr der Öffentlichkeit ausgesetzt.
  • Zu guter Letzt darf auch die Unterhaltungselektronik nicht außer acht gelassen werden. Die Trends hin zu neuen 3D-Brillen, die man auch zuhause mit einem speziellen TV Gerät nutzen kann, werden den Onlinehandel mit Spezialbrillen weiter beflügeln. Auch wenn Kritiker diesem schon überdrüssig sind – gegen starke Trends kann sich eine bestehende Branche nur begrenzt wehren.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass man sich als Besitzer eines Optikladens am besten mit der neuen Konkurrenz beschäftigt, denn es sieht nicht so aus, als wenn es sich hier nur um ein kurzfristiges Modephänomen handelt. Das haben schon manche Buchhändler in letztem Jahrzehnt zu spüren bekommen.

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